Pro REGENWALD

Was geht uns der Wald an - an dem fressen doch nur ein paar Rehe!Stichwörter: Protest, Waldbewirtschaftung, Diskussion

Weil wir uns auf Regenwald (oder Wald ausserhalb Deutschlands) retten konzentrieren, ertappen wir uns immer wieder dabei, die Gefährdung des Waldes im eigenen Land zu vergessen. Glücklicherweise hat uns ein heftiger Streit aus unserer Konzentration gerissen, den eine Anfang Mai veröffentlichte Studie verursacht hat: Oh verdammt, auch dem deutschen Wald geht es nicht so gut wie es könnte - er wird vom Reh gefressen!

Das jedenfalls behauptet eine Studie, die nicht von radikalen Sponti-Umweltschützern in Auftrag gegeben wurde, sondern vom Bundesamt für Naturschutz, der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft und dem Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR), der private und öffentliche Waldbesitzer vertritt... weiter

Belo Monte in Paris
Hilft Chirac den brasilianischen Kayapo?
Stichwörter: Waldzerstörung, Großprojekte, Entwicklung, Kritik

Der Konflikt um den Bau des weltweit drittgrößten Wasserkraftwerks schwappt nach Europa: Häuptling Raoni vom Volk der Kayapó traf am gestrigen Donnerstag in Paris den ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac um ihn um Unterstützung im Kampf gegen das Wasserkraftwerk Belo Monte am Xingu-Fluss zu bitten.

Raoni knüpft an alte Zeiten an... weiter

Zweiter Auftraggeber des Mords an Dorothy Stang endlich verurteiltStichwörter: Brasilien

Vor fünf Jahren schon hatten wir in unserem Newsletter über die Verurteilung von zwei Mördern der in Brasilien umgebrachten Nonne Dorothy Stang berichtet. Am 30 April ist nun endlich der letzte der fünf an der Tat beteiligten Männer als einer der Auftraggeber zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.

Als letzter von fünf Angeklagten im Mordfall Dorothy Stang ist Regivaldo Pereira Galvão ‚Taradão’ am 30.4... weiter

Belo Monte in New York
Protest bei UN gegen brasilianisches Wasserkraftwerk
Stichwörter: Protest, Entwicklung, Kritik

Seit dem 19. April tagte in New York das UN Permanent Forum on Indigenous Issues (UNPFII oder Ständiges Forum der Vereinten Nationen für indigene Angelegenheiten), um die Auswirkungen von Politik, Wirtschaft und Entwicklung auf indigene Kulturen und Identitäten zu diskutieren. Über 2.000 indigene Vertreter aus aller Welt nahmen daran teil, das Treffen fand zum neunten Mal statt und dauerte bis Anfang Mai... weiter

Die EU kommt mit der Artenvielfalt nicht voran
Konkrete Maßnahmen gibt es bisher nur im Cyberspace
Stichwörter: Artenschwund, Biodiversität, EU

2010 sollte das Wendejahr für die Artenvielfalt in Europa werden - zu diesem Termin wollte die EU das Aussterben der Arten aufhalten. Nachdem die EU-Umweltminister im März eingestehen mussten, dass daraus frühestens 10 Jahre später etwas werden kann, soll eine neugestartete Kampagne wenigstens virtuell Aktionen zum Artenschutz ermöglichen: Jetzt können sich EU-Bürger für Äpfel einsetzen oder Freundschaft mit einem Frosch schließen - siehe Kampagne für biologische Vielfalt... weiter

Freie Fahrt für den Klimawandel
Auch in Frankreich geht Ökonomie vor Ökologie
Stichwörter: Politik, Klimawandel

Frankreich gibt den Klimaschutz schrittweise auf. Nach der Kohlendioxidsteuer wird eine bisher geplante weitere Ökosteuer, die LKW-Steuer, nicht kommen. Aus "technischen Gründen" soll sie, wie die Regierung letzte Woche entschieden hat, frühestens Mitte 2012 eingeführt werden. Damit ist das Vorhaben auf die Zeit nach den nächsten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen verschoben... weiter

Mangrovenwälder massiv bedroht
Elf Arten in die Rote Liste aufgenommen
Stichwörter: Artenschwund, Raubbau, Waldzerstörung

11 von weltweit 70 Mangrovenarten stehen vor der Ausrottung und sind kürzlich in die Rote Liste bedrohter Arten aufgenommen worden. Besonders betroffen seien die Mangrovenwälder an den mittelamerikanischen Küsten, schreibt die Weltnaturschutzunion IUCN in der kürzlich veröffentlichten Studie The Loss of Species: Mangrove Extinction Risk and Geographic Areas of Global Concern... weiter

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