Kein Mensch kennt die 'Durban Group for Climate Justice' - und nur wenige wissen, wo Durban liegt: in Südafrika! Die Vertreter diverser Umwelt- und Entwicklungsorganisationen haben sich 2004 erstmals in Durban getroffen, um sich über Klimaschutzmechanismen auszutauschen, daher stammt der Name.
Wegen ihrer Ansichten ist die 'Durban Group' selbst für manche in der Umweltszene ein harter Brocken... weiter
Sie nehmen stetig zu: Nachrichten zum Klimawandel, Waldschutz und darüber, welche Staatschefs nun nach Kopenhagen fahren und welche sich noch nicht entschieden haben. Phasen der Schwarzseherei wechseln sich ab mit Phasen der Hoffnung. Wie bei einem Vogelschwarm, bei dem alle Vögel auf ein geheimes Zeichen alle gleichzeitig die Richtung ändern, so zickzackt der Politzirkus (und die Berichterstattung darüber) auf Kopenhagen zu... weiter
Indigene Völker haben auch ihre Funktionäre. Und die müssen sich manchmal vorkommen wie ein Hamster im Laufrad: Kampf ums Landrecht. Kampf um ihre kulturelle Identität, dafür dass die Kinder in der eigenen Sprache Schulunterricht erhalten zum Beispiel. Kampf gegen Eindringlinge, die illegal Mahagonibäume klauen und für den Export aus dem Wald schleppen... weiter
Anfang Oktober diskutierten die Vertreter vieler brasilianischer Basisorganisationen in Belém während eines Seminars 'REDD und marktorientierte Mechanismen zur Rettung für den Amazonaswald' ihre Einschätzung der auf höchster UN-Ebene geplanten Klima- und Regenwaldschutz-Maßnahme.
Resümee: 'Bleibt uns mit dem Zeug wo ihr wollt, aber wenn ihr Regenwald retten wollt, dann ändert das, was ihn kaputtmacht und macht mit euren falschen Anreizen nicht den Bock zum Gärtner!'
Belém Brief, 3... weiter
Das Indigenous Environmental Network (IEN) lehnt zum Auftakt der Klimaverhandlungen in Bangkok den Emissionshandel ab. Gründe dafür sind die zu befürchtende Missachtung ihrer Rechte (was sie heute schon erleben) sowie das zu erwartende Versagen des Modells beim Klimaschutz.
Die Ureinwohnervertreter machen sich stark für wahre Emissionsverminderung und zwar da, wo es am nötigesten wäre: in den Ländern, die viel CO2 ausstoßen - also in den Industrieländern... weiter
Ein Waldschutzprojekt unter dem REDD-Schirm (Reduced Emissions from Deforestation and Degradation = 'Vermiedene Entwaldung') ist in Ecuador auf wenig Freude gestoßen. Nachdem das Projekt von der ecuadorianischen Regierung gemeinsam mit der Weltbank ausgedacht, geplant und ausgehandelt worden war und dann ohne maßgebliche Beteiligung der betroffenen indigenen Bevölkerung von der amerikanischen Organisation Conservation International (CI) und der deutschen GTZ durchgeführt werden sollte, ist den Indianervertretern der Kragen geplatzt: Anfang August veröffentlichten sie im Amazonasstädtchen Puyo ein Statement, mit dem sie fremdbestimmte Projekte, die ihre Territorien betreffen und ihre Entwicklungsmöglichkeiten beeinflussen, ablehnen, solange sie selbst nicht angemessen am Prozess beteiligt werden... weiter